Die Geschichte der Insel Zakynthos:
Die ältesten Knochenfunde in der Bucht von Laganas stammen aus der Ursteinzeit.
Nach Homer bekam die Insel ihren Namen vom Sohn Königs Dardanos, der den Namen Zakynthos trug und als erster Bewohner der Insel angesehen wird ( zw. 1600 - 1500 v. Chr. ) Danach kamen die Arkader nach Zakynthos, kultivierten den fruchtbaren Boden und gründeten sogar Kolonien, z.B. Zakantha in Spanien ( zerstört 218 v. Chr. durch HannibalsTruppen ); außerdem die Kolonie Kodonis auf Kreta.
In der Folge eroberte König Arkisos von Kephallonia die Insel, später übernahm der berühmte Odysseus die Macht auf Zakynthos. Mit der Rückkehr Odysseus nach Ithaka und durch die Vermittlung Neoptolemos, erfolgte ein Vertrag zur Unabhängigkeit und der Errichtung einer Demokratie auf der Insel.
Einführung einer Silberwährung mit dem Symbol eines dreibeinigen Apollon im 6. JH v. Chr. Zakynthos blieb während der Persischen Kriege anfänglich neutral; in der Schlacht von Plataiai schlug es sich jedoch auf die Seite der Griechen, welche die Perser nach Asien zurückdrängten.
Ab 455 v. Chr. war die Insel mit Athen im Pelponnesischen Krieg verbündet und kämpfte zusammen mit Korfu gegen die Korinther. Den Krieg gewannen die Spartaner, die Zakynthos eine Oligarchie aufzwangen. Die rebellischen Einwohner konnten aber später die Demokratie zurückgewinnen.
Im Makedonischen Krieg wurde die Insel von den Makedonen besetzt. Darauf folgte die römische Besatzungszeit, in den ersten Jahren in Gestalt eines römischen Gouverneurs. Später erhielt die Insel das Recht durch ein eigenes Parlament und eigene Gesetze regiert zu werden. Außerdem erhielt die Insel eine eigene Währung. In dieser Zeit gab es fürZakynthos einen großen kulturellen Aufschwung.
Im Jahr 34 n. Chr. führten Maria Magdalena und Maria Klopa, auf ihrem Weg nach Rom, das Christentum auf Zakynthos ein. Im Ort Maries ( Plural von Maria ) findet alljährlich ihnen zu Ehren ein großes Fest statt.
Mit Kaiser Konstantin dem Großen zur byzantinischenZeit wurde die Insel der Provinz Illyrien unterstellt und erlitt wiederholt große Zerstörungen durch Piraten und, später durch Kreuzfahrer. Ab 1084 wardie Insel von Venedig besetzt.
Vom Ende des 12. JH bis 1357 herrschten hier die Franzosen. Im Anschluss, bis 1480, verbesserten sich insbesondere Verwaltungs-und Wirtschaftsorganisation unter der Dynastie De Toki. Danach Vertreibung der Einwohner auf das Festland durch die Türken. 1485 erobern die Venizianer die Insel und rufen die vertriebenen Zakynthioten zurück.
Wiederaufbau der Stadt in beeindruckender Architektur. Die Stadt erhieltden Beinamen "Griechisches Florenz". Im berühmten Goldenen Buch ( Libro d'Oro ) von Zakynthos sind die Namen der venezianischen Adligen verzeichnet. Unter ihrer Herrschaft Aufschwung und Neuordnung des Insellebens. Einteilung der gesellschaftlichen Schichten in: "nobili", "civili" und "popolari". Zwischen 1628 und 1632 revoltierten die "popolari" gegen die Ausbeutung.
Mit der Französischen Revolution von 1789 übernahmen die Zakynthioten auch deren Ideale von Gleichheit und Gerechtigkeit. Am 4. Juli 1797 wird auf der Burg die Flagge der französischen Demokratie gehisst. Gleichzeitig Abschaffung jeglicher Diskriminierung und Einführung der allgemeinen Schulpflicht.
Oktober 1798 Belagerung der Insel durch die türkische Flotte bis zum Abschluss des russisch-türkischen Vertrages, der die Gründung des ersten unabhängigen griechischen Staates, die Republik "Eptanisa", zur Folge hatte. Dieser Vertrag blieb sieben Jahre in Kraft.
Der Politiker Antonius Martinengos gründete eine pro-britische Bewegung und hisste die britische Flagge.
1809 Besetzung durch die Briten, welche Zakynthos zur Hauptstadt des Ionischen Staates machen. Damit einhergehend Ausbau der öffentlichen Gesundheits-und Wasserversorgung, des Hafens und des Straßennetzes. Die damals errichteten Gebäude wurden leider vom Erdbeben von 1953 vernichtet.
Der Rest Griechenlands war zu dieser Zeit immer noch türkisch besetzt. Der auf der Insel gegründete Geheimbund " Filiki Eteria " ( Freundesgesellschaft ) leitete von hier aus den Aufstand der Festlandsgriechen gegen die Türken. Dionissos Solomos schrieb hier auf der Insel das Gedicht "Die Freien Belagerten", welches von Nikolas Mantzaros vertont und auf diese Weise zur Nationalhymne Griechenlands wurde.
Um 1830, nach der Unabhängigkeit Griechenlands, regte der Parlamentarier Johannis Typaldos Kapeletos die Vereinigung der Ionischen Inseln mit Griechenland an. Die Briten unterdrückten gewaltsam diese Bestrebungen, jedoch kämpften die Zakynthioten unter Konstantinos Lomvardos entschlossen für diese Idee. Am 21. Mai 1864 wurde mit dem Eintreffender griechischen Armee endlich die griechische Flagge gehisst.
Besetzung im 2. Weltkrieg durch Italiener und Deutsche; Befreiung am 12.9. 1944. Ein großes Erdbeben 1953, mit anschließender siebentägiger Feuersbrunst in der Stadt, zerstörte weitestgehend alle Bauwerke. Die wenig erhaltenen Objekte geben leider nur den Hauch einer Ahnung der ehemaligen Schönheit der Stadt wieder.
Im Kunstmuseum der Stadt gibt es ein naturgetreues Modell der Stadt aus der Zeit vor dem Erdbeben zu sehen.
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